Reisebericht über den Clubausflug nach Mauritius
Vom 14.03.2008 bis 28.03.2008
Los ging es am Freitag, den 14.03.2008 um 12:00 Uhr in der Oberau. Gabi, Anna und Rudi machten sich mit dem Bus
auf den Weg in die Schönau, um den Tom abzuholen. In Aufham wurde noch der Robert aufgesammelt und weiter ging
es zum Flughafen nach München. Dort warteten bereits der Schosche, die Gabi und der Beni aus St. Georgen. Somit
war die Reisegruppe komplett und wir konnten pünktlich einchecken. Nachdem wir uns noch mit diversen Spirituosen
eingedeckt und das vorerst letzte bayerische Weißbier geschleckt hatten war auch schon das boarding angesagt.
Die Maschine hob pünktlich um 18:45 Uhr in München ab. Zunächst ging es erst nach Frankfurt. Da die Maschine noch
gesäubert und die Crew gewechselt wurde, mussten wir die Maschine nochmals verlassen. Diese Gelegenheit wurde
von uns schamlos genutzt, noch schnell ein kleines Bierchen zu zischen. Leider hatte das die durstige Truppe
aus St. Georgen nicht mit bekommen und wäre so beinahe vertrocknet! Nach dem erneuten boarding machten wir uns
dann um 21:00 Uhr auf den Weg nach Mauritius. Der Flug verlief absolut problemlos, so dass wir nach ca. 11 Std.
Flug pünktlich am
Samstag, den 15.03.08 um 10:25 Uhr Ortszeit in Mauritius landeten. Die etwas umständlichen
Einreiseformalitäten trieben uns neben den ungewohnten tropischen Temperaturen erste Schweißperlen auf die Stirn.
Unser Gepäck war auf jeden Fall vollzählig angekommen und unser Flughafen-Transfer wartete bereits auf uns.
Spannend war, dass unsere Gepäckstücke absolut nicht in den Bus passten. Aber ein guter Dachgepäckträger kann
so einiges aufnehmen. Überrascht, dass wir auf der Sonneninsel gleich mit Regen begrüßt wurden, ging es dann mit
einem Minibus quer durch die gesamte Insel in den Norden nach Grand Gaube in unsere Bleibe. Eine sehr gemütliche
Anlage bestehend aus 3 Doppelhäusern mit eigenem Pool und Meerblick. Je zwei Einzelhäuser wurden gleich von uns
besetzt. Diesen Tag verbrachten wir nur noch mit Einleben und Relaxen am Pool. Für das erste gemeinsame Abendessen
hatte bereits unsere liebe Haushälterin „Sarah“ mit einem typisch kreolischen Currygericht gesorgt. Sie hatte sogar
daran gedacht, den Kühlschrank mit dem guten einheimischen Phönixbier aufzufüllen.
Am Sonntag, den 16.03.08 war dann erstmal Ausschlafen angesagt. Einige von uns erkundeten die nähere Umgebung beim
Joggen. Nach dem gemeinsamen Frühstück hatten wir es an diesem Tag erstmal nicht weiter als bis zum eigenen Pool
geschafft. Noch am Vormittag wurden uns die zwei bestellten Mietautos gebracht. Jetzt war dann noch Einkaufen
angesagt. Außer einem Abendessen in einem nahe gelegenen Ort war an diesem Tag dann nicht mehr viel geboten.
Das war gleich interessant, weil wir ca. 2,5 Std. auf unser Essen gewartet hatten und die Qualität zu wünschen
übrig ließ (Zitat Tom: wenn ich den Fisch ins Wasser geworfen hätte, wäre er sicher davon geschwommen….), was
dem Restaurantbesitzer aber wirklich peinlich war. Er hatte sich mit einigen Flaschen guten Weißwein entschuldigt.
Er wollte sogar auf Bezahlung verzichten.
Am Montag, den 17.03.08, standen dann endlich die ersten zwei Tauchgänge auf dem Programm. Wir wurden von Lindsay,
dem Schwager des Tauchbasenbesitzers freundlicherweise wegen unseres Riesentauchgepäcks abgeholt. So lernten wir
auch gleich den Weg zur Tauchbasis in Grand Baie kennen. Nach einem kurzen unbürokratischen Einchecken ging es
mit dem Boot schon zum ersten Tauchplatz. Am „Aquarium“ machten wir unseren Checkdive in knapp 20m Tiefe für gut
45 min. Man kommt sich wirklich so vor, als wäre man in ein Aquarium gefallen. Nach einer ausgedienten Mittagspause
in der Hotel Lounge ging es noch mal mit dem Boot raus zum „Holt Rock“ in eine Tiefe von ca. 18 m aber gleich für
eine gute Stunde. Nach der obligatorischen Dekohalbe an der Poolbar des Hotels fuhren wir zurück zu unseren
Bungalows. Die Brüderls waren auch schon vom Golfen zurück, das durch die nicht nachvollziehende Preispolitik
geprägt war. Aber auch Sie waren von dem Erlebnis begeistert. Unserer Hausmädchen hatte schon bereits den Grill
angeheizt, womit auch dieser Tag gerettet war.
Am Dienstag, den 18.03.08, erst mal Joggen, dann Kultur. Wir besuchten zunächst ein Zuckermuseum, um die Tradition
der Insel, die Zuckerherstellung kennen zu lernen und einiges über die bewegte Kolonialgeschichte von Mauritius
zu erfahren. Anschließend begeisterte uns ein Besuch des tollen botanischen Gartens von Pamplemousse. Im Anschluss
daran besuchten wir noch das Cafe Wiener Walzer.
Der Mittwoch, 19.03.08 begann schon wieder mit Joggen. Inzwischen nahmen wir nicht mehr so wahr, dass die Mauritianer
uns dabei nachsichtig lächelnd zusahen, als wären wir nicht ganz dicht. Ansonsten waren zwei Tauchgänge auf dem
Programm, „Stella Maru“ ein herrlich bewachsenes und mit vielen Fischgattungen bevölkertes Wrack für 47 Minuten
auf 24 Meter und „Trou aux Biches reef“ für 49 Minuten auf 20 Metern.
Am Donnerstag, den 20.03.08, erkundeten Gabi und Anna mal ein wenig die Insel. Sie probierten den frisch ausgepressten
Zuckerrohrsaft, den sugar cane juice, eine wahre Köstlichkeit auf Eis, dann bummelten sie durch den lebhaften Markt
von Saint Louis, ein echtes Fest für die Augen mit liebevoll und sehr dekorativ aufgestapeltem Obst und Gemüse,
Gewürzen, Stoffen, Farben, Schuhen und getrocknetem Fisch einträchtig nebeneinander. Anschließend kraxelten sie
mit einem ortskundigen Führer an einem der schönsten Wasserfälle des Flusses Tamarin entlang, der in vier gewaltigen
Stufen sein badewannenwarmes Wasser ins Meer schickt - Baden und Duschen in den Wasserfällen natürlich inklusive.
Auch die Heimfahrt im Linksverkehr war für Führerscheinneuling Anna ein echtes Erlebnis. Rudi, Tom und Robert gingen
zum Tauchen. „Daniela Reef“ bei starker Strömung für 47 Minuten in 26 Meter Tiefe war das Ziel. Den Rest des Tages
verbrachten sie am Strand des Hotels. Die Brüderls waren beim Golfen. Abends wurden wir mit Gaumenfreuden des Inders
Happy Rhadscha in Grand Baie verwöhnt.
Am Freitag, den 21.03.08 machten wir mit dem Mann unseres Hausmädchens einen Bootsausflug raus zum Außenriff um zu
schnorcheln. Weiter ging es in eine Mangrovenbucht zum Baden und Schnorcheln. Danach schipperten wir an eine kleine
Insel. Hier bereitete uns unser Hausmädchen „Sarah“ ein ausgiebiges Barbecue mit Marlin, dem typischen einheimischen
Hochseefisch und leckeren Chicken vom Grill, sodass wir es uns am Abend nur noch vor unseren Häusern auf den Veranda
gut gehen ließen. Robert hat den Festrausch übernommen, wir alle waren aber auch nicht ganz nüchtern.
Samstag, den 22.03.08, heute waren wir ein bunt gemischter Haufen. Ursprünglich war Schwimmen mit Delphinen geplant.
Da der Zyklon, der die Insel zum Glück nicht mit voller Wucht traf, sondern nur streifte, stürmische See und
Regenfälle mit sich brachte, gingen Tom, Robert und Beni zum Tauchen ans „anchor reef“ und ans „anemon reef“.
Gabi, Rudi und Anna machten einen Ausflug in den Süden zu der sagenhaften Erdformation seven colours, die ihrem
Namen alle Ehre machte und auf einem schmalen Sträßchen mit vielen Serpentinen durch eine dschungelartige Vegetation
mit Wasserfällen und durch Bananenplantagen erreicht wurde. Gabi u. Schosche gingen in Tamarin zum Golfen, einem
Platz, auf dem das Golfvergnügen im Schatten der mauritianischen Berge fast nie durch Regen getrübt wird. Zum
köstlichen Abendessen beim Inder chez RAM kamen dann alle wieder zusammen.
Am Sonntag, den 23.03.08 war für Anna der Urlaub leider bereits vorbei. Sie wurde pünktlich um 5:00 Uhr vom
Flughafentransfer abgeholt. Die anderen schliefen da noch. Da das Wetter nicht sehr toll war (Tropenregen in
mehreren interessanten Varianten vom Sprüh- bis zum Platzregen und immer warm!), entschieden wir uns mal wieder
groß einzukaufen und ansonsten einfach zu faulenzen. Am Abend kochten wir mal gemeinschaftlich: es standen Spaghetti
aglio et Olio auf der Speisekarte.
Montag, den 24.03.08, da der Himmel sich noch immer bedeckt hielt, es regnete wenigstens nicht mehr, gingen wir
heute wieder tauchen und golfen. Tauchen waren wir zunächst an zwei Wracks, „Water Lilly“ und „Emily“, - alte
Lastkähne voll gefüllt mit Altreifen. Es gab aber auch unwahrscheinlich viele Muränen in sämtlichen Varianten
zu sehen. In einer Tiefe von 24m hielten wir es knapp 45 Minuten aus. Der zweite Tauchgang fand am „Crater“ in
einer Tiefe von 24m für 50 Minuten statt. Der Schosche und die Gabi waren in Vacaos beim Golfen quasi auf
historischem Boden. Der alte Golfplatz der Royal Navy ist nämlich der viertälteste Golfplatz der Welt.
Dienstag, den 25.03.08, es regnete und stürmte unvorstellbar stark bereits die ganze Nacht durch. Da es am Tag kaum
nachließ, war es das Beste, wieder einmal tauchen zu gehen. So machten wir wieder zwei schöne Tauchgänge am
„Daniela Reef“ und „Troux aux Biches Reef“. Mit dem sehr sympathischen Guide Daniel, 22m für 45 Minuten und 17 m
für 63 Minuten. Der zuerst gewagte Versuch an einem Steilriff zu tauchen musste nach 10 min und einer maximalen
Tiefe von 35 m wegen der starken Strömung aufgegeben werden. Die Strömung kam aus der für uns falschen Richtung.
Mittwoch, den 26.03.08, da auch an diesem Tag das Wetter kein bisschen schöner war, gingen Gabi und Rudi noch mal zum
Tauchen am „Old Anchor“ für 58 Minuten auf max. 27 Meter. Sie nutzten die Gelegenheit noch auf der Shopping
Meile in Grand Baie ein wenig zu bummeln. Der Rest der Truppe blieb einfach zu Hause und vertrieb sich mit viel
Lesen und Schlafen die Zeit.
Donnerstag, den 27.03.08, nachdem wir endlich wieder herrlichsten Sonnenschein hatten, entschieden wir uns ganz
kurzfristig eine Bootstour zu der benachbarten Insel „Flat Island“ zu machen. Zunächst fuhren wir mit unseren
Autos nach Cap Malheureux. Dort wartete bereits Marcial, ein richtiger Haudegen, allerdings mit dem Charme eines
Erroll Flynn, mit seinem Fischerboot auf uns. Das Boot war bereits mit Speisen und Getränke beladen. Nach knapp
einer Stunde Fahrt kamen wir dann auf die Trauminsel: Weiße Traumstrände, soweit das Auge reicht und ein sagenhaft
bevölkertes Korallenriff. Marcial hatte auf dieser Insel mit wenigen Mittel zunächst die „Freiluft-Bar“ für uns
eröffnet. Nachdem wir uns zunächst etwas ausgeruht wie auch vergnügt hatten, wurde die Bar in ein
„Freiluft-Restaurant“ verwandelt. Es gab köstliche kreolische Speisen, von Meisterhand zubereitet. Nach dem
„Zahnpflege-Digestif“ war wieder Faulenzen bzw. Schnorcheln angesagt. Die Bar wurde von einigen an den Strand
verlegt, die ihren mauritianischen Cocktail im flachen Wasser liegend schlürften. Gegen 17:00 Uhr klappte Marcial
seine Küche, seine Bar und sein Restaurant wieder zusammen und wir schaukelten dann wieder in den Heimathafen.
Da es am nächsten Morgen früh raus ging, standen an diesem Abend nur noch Packen und ein Absacker auf dem Programm.
Es war eine richtig gelungene Abschlußfete.
Freitag, den 28.03.08, es war der Tag der Abreise, leider. Das hieß verdammt früh aufstehen. Um 03:30 Uhr war Wecken
angesagt. Es blieb noch ein wenig Zeit, um noch einen Kaffee zu trinken, da uns der Flughafentransfer pünktlich
um 04:30 Uhr abholte. Noch etwas verschlafen fuhren wir quer durch die Insel zum Flughafen und konnten so einen
schönen Sonnenaufgang erleben. Am Flughafen verlief fast alles reibungslos. Die Tauchtaschen waren zu schwer (33kg).
Die Reisetaschen aber leicht genug (17 kg), rechnerisch o. k. (50 kg), trotzdem war Umpacken angesagt,
so wog dann die Tauchtasche 30 kg u. die Reisetasche 20 kg. Denn Sinn verstehe ich heute noch nicht. Die Flieger
musste die gleiche Last schleppen. Aber was soll´s. So hob dann der Airbus mit leichter Verspätung statt um
08:05 Uhr um 08:45 Uhr ab. Da es sich um einen Tagesflug handelte, der uns zwar einen ganzen Urlaubstag kostete, verging
die Zeit dafür zügig, da ein Blick aus dem Fenster immer wieder für Abwechslung sorgte. Mit etwas Rückenwind
konnten wir auch die Verspätung wieder reinfliegen und landeten pünktlich um 16:45 Uhr in München. Nachdem wir alle
unsere sieben Sachen wieder zusammen hatten, konnten wir uns noch von den Brüderls verabschieden. Für den Rest der
Gruppe stand die Rückfahrt ins Berchtesgadener Land mit schneebedeckten Bergrücken auf dem Programm.
Mauritius hat viel zu bieten: einsame Inseln mit wunderschönen Stränden, genügend Möglichkeiten zum Baden und
Schnorcheln, ein buntes Völkergemisch von Kreolen, Indern und Chinesen, von deren friedlichem Miteinander auch
wir Mitteleuropäer einiges an Toleranz lernen können, eine vorzügliche und sehr vielseitige Küche, eine
interessante Geschichte und unzählige verschiedenste Freizeitangebote.
Obwohl an den betauchten Plätze die Riffe nicht bis zur Oberfläche reichten, was auf Grund der langen
Zeiten und relativ großen Tiefen, 12 bis 20 m, zu einer hohen Stickstoffsättigung führte, Nitrox war hier
nicht verfügbar, waren die Tauchplätze sehr schön. Vor allem die Fische sind hier unglaublich zutraulich.
Noch nie kamen die Fische so nah an uns heran und noch nie ließ sich eine Riesenmuräne von uns streicheln.
Und das Tolle daran, die Fische waren immer in riesigen Schwärmen unterwegs. Auch hatten die Fische hier
einzigartig tolle Farben. Das etwas unbeständige Wetter war daran schuld, dass wir leider nicht zu den Top-Spots
fahren konnten. Wie gesagt wir haben nicht alles gesehen, was taucherisch möglich wäre.
Alles in Allem war es ein super Urlaub.
Vielen Dank an alle Beteiligten.